Wöhrl-Monopoly
Schauen Sie, dieses Foto: Ein Arkadenhof, und ist er nicht schön? Es ist 1915, noch existiert Straubings schönster und wertvollster Innenhof, italienisches Flair fast. Ahnen Sie, wo das ist? Im Deschauerhaus, wie alte Straubinger immer noch sagen: Das Haus, in dem heute der Wöhrl drin ist, wie es bei Schwimm, Agnes, schwimm! heißt. Noch vor ein paar Jahrzehnten war dieser Arkadenhof aus dem 18. Jahrhundert existent. Dann ist er abgebrannt. Auf diesem Foto von 1915 ist sichtbar, was Straubing verloren hat.
Wöhrl: Abschied im Herbst?
Wöhrl denkt offenbar über eine Aufgabe des Standorts Straubing nach. Der Grund: Eine für die aktuelle Umsatzentwicklung zu hohe Miete. Das hat engel-sr.de nach einer Betriebsversammlung erfahren. Zu der Versammlung am vergangenen Dienstag sollen mit dem Vorstandsvorsitzenden Thomas Weckerlein und Vorstand Tobias Triebel die beiden ranghöchsten Wöhrl-Manager nach Straubing gekommen sein.
Hahn/Engel: Streitgespräch
Man hat ja – zumindest als der Tigers-Sympathisant, der ich halt bin – immer den Eindruck: Profi-Eishockey, das hat einfach keinen Wert für die Linke und die ÖDP. Aktuell waren beide gerade im heftigen Widerstand gegen den Kabinen-Umbau der Tigers und ihrer IG Eis, den die Stadt mit bis zu 400 000 Euro bezuschusst. Vehement gegen den Zuschuss hat sich der ÖDP-Stadtrat Hans Jürgen Hahn positioniert, der im Hauptberuf Architekt ist: Also auf ins Streitgespräch zwischen Engel und Hahn!
Pressemitteilung der Stadt zum Stadion
Die Stadt hat heute Nachmittag das Gesamtergebnis der gestrigen Stadtratssitzung - Bericht dazu heute früh - zum geplanten Kabinenumbau mitgeteilt. In Kurzform: Die Stadt wird sich an der Hälfte der Kosten beteiligen, aber gedeckelt auf höchstens 400 000 Euro. Das Geld wird außerdem auf fünf Raten über fünf Jahre aufgeteilt. Die Pressemitteilung im Wortlaut:
Eisstadion: Ganz großer Sport
Am Montagabend war einmal mehr im Stadtrat das Eisstadion dran. „Schon wieder?“, werden Sie sagen, yep, schon wieder. Und es war wieder so interessant. Es ist immer so interessant zu erleben, wie immer die ÖDP und die Linke sich gegen das Eisstadion stemmen, und wie sie immer dabei den Punkt verfehlen, was aber vermutlich immer so ist, wenn Ideologie auf Wirklichkeit trifft. Dann ist immer ganz großer Sport, und der war diesmal so:
Und nochmal die SAuV
Kürzlich habe ich Roman Preis am Stadtplatz getroffen, den Stadtkämmerer und Geschäftsführer der SAuV. „Gut, dass ich sie treffe, Herr Preis“, hab ich gesagt, „ich wollte Sie eh anrufen und nach einem Interview fragen,“ nämlich zur SAuV und ihrem Defizit. „Nein“, sagt Roman Preis, „da hab ich schon so viele Interviews gegeben, bei Maximalradio, beim Tagblatt.“ Das sind echt viele Interviews, ohne Frage, bestimmt auch mit sehr guten Fragen.
Kabinett im Rittersaal
Wissen Sie, wer am 3. Februar nach Straubing kommt? Es ist das gesamte bayerische Kabinett, ist das nicht schön? Vielleicht wird’s sogar ein bisserl wie damals, vielleicht erinnern Sie sich, als der König Sigismund da war, 1430 war das. Es findet nämlich am 3. Februar 2026 eine Sitzung des bayerischen Kabinetts statt, und zwar im Rittersaal. Das ist eine sehr gute Sache, und es ist eine Sache, die unserem Rittersaal angemessen ist.
Warum ist das so?
Vielleicht wäre eine neue Serie sinnvoll: „Warum ist das so? ungewöhnliche Phänomene, einfach erklärt.“ Was derzeit einigen Straubingern auffällt, das ist diese Säule. Die steht auf dem Theresienplatz, und zwar an der Einfahrt in die Fußgängerzone, und sie steht rechts. Das ist sehr ungewöhnlich. Denn wer jemand ist, der außerhalb der Anlieferzeit in die Fußgängerzone will, zum Beispiel auf den Parkplatz vom Hotel Gäubodenhof, der stellt dann fest: „Hoppala, die Säule steht ja rechts von meinem Auto! Die steht ja neben der Beifahrerseite! Das ist ja ungewöhnlich!“
Die Sache stinkt
Gestern Nachmittag in der SAuV: Der Wahlausschuss segnet alle Wahlvorschläge zur Kommunalwahl ab. Ein paar unwesentliche Änderungen bei den Stadtratslisten der Linken und Grünen, aber die umstrittene Liste der Freien Wähler (FW) geht ohne Beanstandung durch. Wie das geschehen konnte, ist durchaus bemerkenswert: Die Sache stinkt.
Palmer bei Straubings Grünen
Es ist immer ein bisserl ärgerlich, wenn man ein nettes Foto verpasst, und es wäre ein nettes Foto gewesen, wie Boris Palmer mit der kleinen grünen Fahne vor ihm auf dem Tisch wedelt. Aber verpasst, ich war zu langsam. Boris Palmer war da, der im Herzen immer noch Grüne, der vor Jahren im Unfrieden von der Partei Geschiedene, weil die moralisch weit überlegenen Fundis und insbesondere die moralisch noch viel weiter überlegene Grüne Jugend ihn ganz furchtbar extrem rechts finden. Das haben sie mit der extremen Linken gemeinsam, und dazu darf man ruhigen Gewissens auch die Straubinger Linke zählen.
Stürze ins Baumbeet
Manchmal durchdenkt man die Dinge vielleicht einfach nicht ganz, zum Beispiel beim Bäumepflanzen. Da hat die Stadt sich echt Mühe gegeben und am Theresienplatz neue Bäume gepflanzt, vor der Geiß, vor der Polizei, fünf schöne Bäume, das hilft gegen den Klimawandel, das verbessert die Aufenthaltsqualität, das ist schon gut. Und was passiert? Der Sanka muss kommen. Weil in den Baumbeeten Stolperfallen gleich miteingebaut sind. Das ist nicht ganz so gut.
Prinzregententorte
Ich glaube, es sind die ganz kleinen Momente im Leben, zum Beispiel am heutigen Freitagnachmittag. Ich gehe über den Ludwigsplatz und zum ersten Mal überhaupt fällt mir der Standwagen der Backstube Grabmühl von Christine Bichlmeier aus Wiesenfelden auf. Ich trete näher und sage „Griaßgod, i schau bloß.“ Und ich frage, wie lang sie überhaupt schon in Straubing steht. Die Antwort überrascht mich.
Stadtmarketing: Wagner für Reisinger!
Das Straubinger Stadtmarketing hat einen neuen Chef. Der bisherige Innenstadtkoordinator Simon Wagner übernimmt die Position vom bisherigen Leiter Matthias Reisinger. Die Neubesetzung kommt nicht völlig unerwartet. Reisinger war bereits seit geraumer Zeit in der Kritik.
Das Elend dieser Verbindung
Montagnachmittag, 16.19 Uhr: Auf meinem Handy treffen Whatsapp-Nachrichten ein. Es sind zwei Screenshots. Der erste zeigt eine Stelle aus dem Artikel von Montagfrüh zur Söder-Talkshow am CSU-Neufahrsempfang in der Fraunhoferhalle, der zweite Screenshot zeigt eine Bahn-Info zur Strecke München – Straubing und betrifft den Abschnitt Neufahrn. Das ist die Strecke, zu der 25 Stunden zuvor Markus Pannermayr Markus Söder um Hilfe gebeten hat.
Söder in der Top-Aufsteigerstadt
Neujahrsempfänge, besonders in Wahljahren, sind ja zuallererst PR-Instrumente zur Stärkung von Zusammenhalt und Wohlfühlgefühl, und je bedeutender der Festredner, desto besser, und manchmal wird’s sogar stellenweise sogar aufschlussreich. Es war CSU-Neujahrsempfang in der Fraunhofer-Halle, und sie war durchaus bedeutend: Markus Söder war da, der Ministerpräsident des schönsten Bundeslandes, und er hat – obwohl gar nicht Volksfest war – etwas mitgebracht: Komplimente zuhauf.
Zenzi sagt: Weinholzner wirds!
Die Zenzi hat entschieden: Straubings nächster Oberbürgermeister wird Christoph Weinholzner sein! Der Kandidat der Freien Wähler ist am Samstagnachmittag beim Dackelorackel mit c im Seethaler auf Platz Eins gesetzt worden. Die Zenzi hat es dabei richtig spannend gemacht: Erst ein kurzes Ablenkungsmanöver mit dem Gang in die komplett falsche Richtung, dann Umdrehen, Fressnäpfe anvisieren und los: Ran an die Wurst! dazu der Fernsehtipp: Niederbayern TV berichtet am Montagabend.
Am nächsten Samstag: DSTD!
Das ist die Zenzi vom Steinhügel. Wir wissen nicht, wen die Zenzi wählen wird, denn sie ist neutral. Aber sie wird wählen, und zwar am kommenden Samstag im Gasthaus Seethaler! Dort entscheidet die Zenzi ab 15 Uhr und zum ersten Mal überhaupt:
Das Sehr traditionsreiche Dackelorackel mit c!
Wahlamt: Liste gültig
Das Wahlamt der Stadt Straubing erklärt die Listen-Aufstellung der Freien Wähler gültig. In einer Pressemitteilung teilt die Stadt mit: „Die Vorprüfung durch den Wahlleiter hat ergeben, dass die vorgebrachten Einwendungen keine durchgreifenden Auswirkungen auf die Gültigkeit des am 12. Dezember 2025 eingereichten Wahlvorschlags haben.“ Eine weitere inhaltliche Begründung gab es dazu nicht.
Das SAuV-Defizit: Was tun? Teil 2
Rückblick II: 1,4 Millionen Euro für die Straubinger Ausstellungs- und Veranstaltungs-GmbH (SauV) aus einem Städtischen Haushalt, der selber fast schon k.o. ist: Diesmal war noch Geld da, weil zwei andere städtische Töchter – Stadtwerke und SER – viele Millionen in den Haushalt schossen. Aber in den kommenden Jahren wird das SAuV-Defizit sogar auf jeweils zwei Millionen steigen. Was tun? engel-sr.de hat die sechs OB-Kandidaten um Statements gebeten. Heute: Teil 2.
Das SAuV-Defizit: Was tun? Teil 1
Rückblick: 1,4 Millionen Euro für die Straubinger Ausstellungs- und Veranstaltungs-GmbH (SauV) aus einem Städtischen Haushalt, der selber fast schon k.o. ist: Diesmal war noch Geld da, weil zwei andere städtische Töchter – Stadtwerke und SER – viele Millionen in den Haushalt schossen. Aber in den kommenden Jahren wird das SAuV-Defizit sogar auf jeweils zwei Millionen steigen. Was tun? engel-sr.de hat die sechs OB-Kandidaten um Statements gebeten. Heute: Teil 1.
